Feier der Alterskameraden der Feuerwehr Bodenburg 2009

Ortsbrandmeister Mathias Mörke könnte in diesem Jahr 15 Alterskameraden, das Kommando der Wehr und die Ortsbürgermeisterin Ute Hoppe im Feuerwehrhaus zur traditionellen Adventsfeier der Alterskameraden von Wehr und Musikzug begrüßen. Leider mußte M. Mörke von 6 Kameraden berichten, die 2009 verstorben waren. Aus diesem Grunde erhoben sich alle Anwesenden zum Gedenken der Verstorbenen. In einem kurzen Jahresrückblick berichtete M. Mörke über die Aktivitäten und besonderen Einsätzen der Wehr. Anschließend gab der Vorsitzende des Musikzuges der Feuerwehr Bodenburg Heinrich Schrell jun. einen kurzen Jahresrückblick. Hierbei Stand das Fest zum 135 jährigen Bestehen und die Arbeit des sehr jungen Vorstandes im Vordergrund.

Eine kleine Überraschung war auch noch vorbereitet und so klopfte es sehr laut und unerwartet an der Tür. Der Weihnachtsmann mit einem Engel zur Unterstützung betrat den Raum. Mit bestimmender Stimme verlangte er ein Gedicht. Nachdem aus der Runde auch ein Gedicht vorgetragen wurde, griff er tief in den schweren Sack und verteilte mit seiner mitgebrachten Hilfe kleine Geschenke.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein wurden reichlich Erinnerungen ausgetauscht bevor dieser Abend zu Ende ging. M. Mörke dankte allen, die im Vorfeld für das Gelingen gesorgt haben.

Adventsmarkt up’m Brinke 2009

Die Bodenburger Feuerwehr beteiligt sich auch im Jahr 2009 am Bodenburger Adventsmarkt up’m Brinke

Der Bodenburger Adventsmarkt am 1. Advent ist inzwischen ein fester Bestandteil des Jahresdienstplans der Feuerwehr Bodenburg. Dieser wird aus einer Arbeitsgemeinschaft vieler Bodenburger Vereine und der evangelischen Kirchengemeinde organisiert. Die Veranstalter konnten auch in diesem Jahr wieder auf zahlreiche private Aussteller und Vereinigungen zählen, die u.a. Kunsthandwerk, Honig und Weihnachtsbäckereien präsentierten. Die Jugendfeuerwehr Bodenburg war wie in den letzten Jahren auch wieder mit dem traditionellen Bodenburger Heimatkalender vertreten.

Die Wehr beteilige sich wie in den vorangegangenen Jahren an den Planungen, Vorbereitungen sowie Auf – und Abbau.

Während des Adventsmarktes konzentrierten sich die Kameraden und Kameradinnen auf die Bewirtschaftung des Bratwurststandes.

Hilfeleistung „Verkehrsunfall – Eingeklemmte Person“

Heute am 05.11.2009 um 07.36 Uhr alarmierten Sirene und Funkmeldeempfänger die Feuerwehren Bodenburg und Bad Salzdetfurth zu einem schweren Verkehrsunfall in Bodenburg auf der Landesstraße 490 in Höhe des Getreidehandels. Eine 37-jährige Bodenburgerin, die nur ca. 200m Luftlinie vom Unfallort wohnt, war mit ihrem PKW in einer Rechtskurve ins Rutschen geraten und auf die vordere linke Seite eines entgegen-kommenden Sattelzuges geprallt. Zum Unfallzeitpunkt war die Fahrbahn nass und auch Laub war auf der Straße.

Mit schweren Verletzungen wurde die Fahrerin in ihrem total zerstörten Ford Kombi eingeklemmt und musste unter Einsatz von schwerem Rettungsgerät befreit werden.

Bild: Hier der Sattelzug mit weggerissener vorderer linker Ecke.

 

Sehr schnell war der Rettungswagen des DRK aus Sehlem an der Einsatzstelle und konnte die erste Versorgung vornehmen. Der mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 4“ aus Hannover herbeigeeilte Notarzt konnte dann die Versorgung der Fahrerin fortsetzen.

Bild: Hier die Erstversorgung im heftig zerstörten PKW.

 

Unter Einsatzleitung des Bodenburger Ortsbrandmeisters Mathias Mörke wurde mit vereinten Kräften und dem Einsatz von zwei Rettungssätzen die Voraussetzungen geschaffen, um die Verletzte schonend aus ihrem Fahrzeug zu befreien.

Neben dem Abstützen des Fahrzeuges, mussten Scheiben entfernt werden, um dann die vorderen Türen und das Dach vom Fahrzeug abzuschneiden. Selbstverständlich wurde hierbei auf den Brandschutz an der Einsatzstelle großen Wert gelegt und es standen Löschmittel bereit.

Nicht unter Verletzungen litt der Fahrer des LKW, jedoch war ihm deutlich der Schock, über diese von ihm nicht zu beeinflussende Lage anzumerken.

Bild: Die Voraussetzungen für eine schonende Rettung sind geschaffen.

 

Einmal mehr bewährte sich die seit Jahren angewandte Einsatztaktik, bereits in der Erstalarmierung zwei Rettungssätze an eine Unfallstelle zu entsenden. So konnte durch das parallele Arbeiten der beiden Ortsfeuerwehren erheblich Zeit gespart werden. Aus Sicht des Einsatzleiters ist hierbei das hervorragende Zusammenwirken der Einsatzkräfte hervorzuheben.

Bild: Nach der Erstversorgung im Rettungswagen wird die Verletzte zum Transport in den Rettungshubschrauber umgebettet.

 

Aufgrund der notwendigen Spurensicherung und der zeitaufwändigen Bergung des nicht mehr fahrbereiten Sattelzuges dauerte dieser Einsatz bis 10.30 Uhr. Nachdem die Feuerwehr den ausgelaufenen Kraftstoff mit Ölbindemittel gebunden hatte, wurde die Straße noch von einem Privatunternehmen unter Einsatz eines speziellen Fahrzeuges gereinigt.

Nach gut 3 Stunden rückten die letzten Feuerwehrkräfte wieder in den Standort ein und die Straße wurde freigegeben.

Bild: Das Erstangriffsfahrzeug LF 10/6 der Bodenburger Feuerwehr an der Einsatzstelle.

 

Neben dem Dank an die Ersthelfer, dem Rettungsdienst und den Feuerwehrkräften, darf aber auch nicht der Dank an die Arbeitgeber der freiwilligen Einsatzkräfte vergessen werden. Nur durch die Bereitschaft Arbeitskräfte für diese Tätigkeit zeitweise freizustellen, kann im ländlichen Bereich der schnelle Einsatz und damit die schnelle Rettung von Verletzten gewährleistet werden.

Insgesamt waren an diesem Einsatz 6 Feuerwehrfahrzeuge mit insgesamt 25 Kräften im Einsatz.

 

Im Einsatz waren:

FF Bodenburg

LF 10/6 Stärke 1/5

TLF 8 (W) Stärke 1/2

ELW 1 Stärke 0/3

FF Bad Salzdetfurth

LF 16/12 Stärke 1/7

GW-Z Stärke 1/2

ELW 1 Stärke 1/1

Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 an der Elbe

25 Stunden im Einsatz –

Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 an der Elbe

Gorleben/Trebel/Schnackenburg

Für 25 Stunden trafen sich die Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft 3, um eine groß angelegte Übung im Landkreis Lüchow-Dannenberg an der Elbe zu absolvieren. Erste Kontakte zu den dortigen Feuerwehren hatte die Hildesheimer Kreisfeuerwehrbereitschaft bereits beim Hochwassereinsatz 2002 in Lüchow geknüpft.

Zu beginn galt es die Fahrzeuge aus dem Landkreis Hildesheim nach Gorleben im Konvoi zuführen. Hierbei gab es verschiedene Einlagen, wie Kolonnenfahrt auf der Autobahn oder Orientierung ohne Kartenmaterial im Landkreis Salzwedel/Sachsen-Anhalt zu üben.

Nachdem Eintreffen in Gorleben galt es, dass vom Versorgungszug des Landkreises Hildesheim unter Leitung von Matthias Bellgardt vorbereitete Essen um 23 Uhr zu sich zu nehmen. Eine kurze Nachtruhe in der Mehrzweckhalle auf Feldbetten schloss sich hieran an. An diesem Abend erfuhr auch der Zugführer des 2. Zuges eine Beförderung, Volker Thüne aus Bültum trägt nun den Dienstgrad Brandmeister. Die Beförderung hat er sich durch die langjährige kompetente Führung des Zuges erarbeitet.

Rauchschwaden über einer Lagerhalle eines Landhandels in Trebel, erwartete dann am Samstag dem 17.10.09, um 08:00 Uhr die Einsatzkräfte der FB 3. Die Ortsfeuerwehr Trebel war bereits im Einsatz und erwartete dringende Hilfe der Einsatzkräfte aus dem Landkreis Hildesheim. Am Einsatzort in Trebel hatten die Einsatzkräfte dann einen in der Lagerhalle brennenden Gabelstapler zu löschen und zwei in der Halle vermisste Personen aufzufinden. Gleichzeitig musste eine Person gerettet werden, die auf der Flucht vor den Flammen unter einem umgestürzten Anhänger eingeklemmt war.

 

Anhänger:

Einsatzkräfte des 4.Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 aus Hildesheim bereiten die Rettung der unter einem Anhänger eingeklemmten Person vor.

Während der Übung ist dann die Lage verschärft worden. Das Feuer aus der Lagerhalle hatte sich durch das Dach der Lagerhalle gefressen und Flugfeuer hatte einen angrenzenden Wald in Flammen gesetzt. Dieses Szenario ist durch die Entzündung eines großen stark rauchenden „Echtfeuers“ eingeleitet worden. Für Bereitschaftsführer Mathias Mörke galt es, seine 130 Einsatzkräfte schnell und gezielt einzusetzen. Besondere Schwierigkeiten bereitete das für die Brandbekämpfung nötige Löschwasser. Da es am Einsatzort keine Hydranten und nur einen unzureichend funktionierenden Rohrbrunnen gab, musste das Wasser zum Einen von einem ca. 800 Meter weit entfernten Rohrbrunnen und zum Zweiten aus einem ca. 350 Meter weit entfernten Hydranten herangeschafft werden.

Die Schlauchleitung von dem weit entfernten Rohrbrunnen war, Dank des zur Verfügung stehenden SW 2000, schnell verlegt, bei der Wasserförderung hakte es dann aber, weil eine der eingesetzten Pumpen nicht richtig funktionierte. Aber auch dieses Problem ist schnell gelöst worden und so stand dann nach einer „annehmbaren“ Zeit ausreichend Löschwasser zur Verfügung. Bereitschaftsführer Mathias Mörke zeigte sich mit dem Verlauf der Übung zufrieden.

Nach Beendigung der Übung in Trebel war aber noch nicht Schluss für die Einsatzkräfte. Ein Hilferuf der Feuerwehr Schnackenburg erreichte die Hildesheimer Kreisfeuerwehrbereitschaft während des Rückbaus in Trebel und eröffnete das zweite Übungsszenario. Im Schnackenburger Hafen war ein dort liegendes Arbeitsschiff in Brand geraten und eine unbekannte Anzahl von Personen war unter Deck von Feuer und Rauch eingeschlossen.

 

 

Arbeitsschiff:

Gesamtperspektive der Schadensstelle im Hafen Schnackenburg. Arbeitsboot mit Einsatzkräften aus Hildesheim bei der Menschenrettung und Brandbekämpfung.

Weiterhin waren an Deck zwei Personen unter einer Last eingeklemmt. Besonders schwierig war bei dieser Übung der Einsatz der Kräfte und der Einsatzgeräte, weil diese nur mit den Booten der Feuerwehren Gartow und Gorleben zum Einsatzort übergesetzt werden konnten.

 

Übersetzen Boot:

Einsatzkräfte, wie hier die Atemschutzgeräteträger, und Einsatzmaterial konnten nur mit Hilfe von Booten zum Einsatzort gebracht werden. Eine ganz neue Erfahrung für einige Einsatzkräfte.

Bei der Menschenrettung und Brandbekämpfung unter Deck hatten es die Einsatzkräfte dann mit einer besonderen Gefahr bei der Schiffsbrandbekämpfung zu tun, der besonderen Enge des Einsatzraumes. Bei nur ca. 60 cm Deckenhöhe und einem von Stahlprofilen durchzogenen, stark verqualmten Raum mussten zwei Personen gefunden und die Brandbekämpfung eingeleitet werden. Aber auch diese ungewohnte Lage ist von den Einsatzkräften schnell und professionell abgearbeitet worden. Weil „Zeugen“ gesehen hatten, dass eine Person vom Schiff an Land geschwommen ist und deren Verbleib nicht sicher geklärt werden konnte, kam der Suchhund der Feuerwehr Gorleben zum Einsatz, der die Umgebung nach der „vermissten“ Person absuchte.

 

Verladen Kai:

Die Geräte und Einsatzkräfte werden am Kai im Hafen Schnackenburg mit Botten örtlicher Feuerwehren zur Schadensstelle übergesetzt.

Als Übungsleiter fungierte Lüchow-Dannenbergs stellv. Kreisfeuerwehr-bereitschaftsführer Volker Treichel von der Feuerwehr Dannenberg. Mehrere kritische Beobachter aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg nahmen die gute Übungsleistung der Hildesheimer Feuerwehrbereitschaft 3 zur Kenntnis. Aus dem Landkreis Hildesheim hatte sich der Leiter des Fachdienstes Notfallmanagement, Torsten Köhler, und der Brandabschnittsleiter Alexander Bilek eigens auf den weiten Weg gemacht, um die Übung aus nächster Nähe zu beobachten.

Nach erfolgreicher Übung waren die Kräfte erschöpft nach 25 Stunden wieder in den heimatlichen Standorten im Landkreis Hildesheim. Erfreulicherweise zeigten sich auch die eingesetzten Fahrzeuge standfest und es kam zu keinen Ausfällen. Dies ist sicher auch auf die in den letzten Jahren merkliche Erneuerung der Fahrzeuge der Bereitschaft zurückzuführen. So nahmen an dieser Übung erstmals das neue HLF 20/16 der Ortsfeuerwehr Grasdorf und das neue LF 10/6 der Ortsfeuerwehr Bodenburg teil.

Gez. Mathias Mörke, Bereitschaftsführer

Bericht Einsatz Nr. 24 – 2009

Hilfeleistung „Unterstützung Rettungsdienst“

Zum Pflücken von Birnen hatte ein 66-jähriger Bodenburger seine Leiter am Birnbaum im heimischen Garten bestiegen. Leider stürzte die männliche Person von der Leiter und fiel mit schweren Verletzungen auf den Gartenboden.

Durch einen aufmerksamen Nachbarn, der den Aufschrei hörte, wurde sofort der Rettungsdienst verständigt. Beim Eintreffen des RTW des DRK veranlassten die Rettungsassistenten die Nachalarmierung eines Notarztes und der Feuerwehr. Es wurden Rückenverletzungen vermutet, die eine schonende Rettung der Person notwendig machen.

 

Aus Wolfenbüttel flog der Rettungshubschrauber „Christoph 30“ nach Bodenburg und die Bodenburger Feuerwehr machte sich mit 8 Kameraden und zwei Fahrzeugen auf den Weg.

Zunächst wurde eine Hecke durch die Feuerwehr entfernt, um eine schonende Lagerung auf einer Trage zu ermöglichen. Nach notärztlicher Versorgung wurde der Verletzte durch Rettungsdienst und Feuerwehr gemeinsam zum Hubschrauber getragen und anschließende zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus geflogen.

Die Alarmierung der Feuerwehr Bodenburg erfolgte um 10.54 Uhr, es waren 10 Kameradinnen und Kameraden und die Fahrzeuge LF 10/6, TLF 8(W) im Einsatz.

 

Im Einsatz waren:

FF Bodenburg

LF 10/6 – Stärke 1/5

TLF 8 (W) – Stärke 1/1

Wache – Stärke 0/2

Automeile September 2009

Bodenburger Feuerwehr demonstriert Einsatz bei

einem Verkehrsunfall auf der Bad Salzdetfurther Automeile 2009

 

Die Feuerwehr Bodenburg hat sich auch im Jahr 2009 wieder auf der Bad Salzdetfurther Automeile präsentiert. In Zusammenarbeit mit dem Autohaus Lörchner wurde das Szenario eines Verkehrsunfalls mit einer im PKW eingeklemmten Person dargestellt. Bei zwei dieser Vorführungen wurde den zahlreichen Besuchern bei herbstlichem Wetter die Vorgehensweise der Feuerwehr gezeigt.

Ortsbrandmeister Mathias Mörke erklärte den Besuchern zunächst die dargestellte Situation, die die Feuerwehr zu bewältigen hat. Dann erteilte er dem Löschfahrzeug den Einsatzbefehl, welches auch in wenigen Minuten auf dem Gelände der Firma Lörchner Automobile in Bad Salzdetfurth eintraf. Die Kameraden/innen fanden eine Einsatzstelle vor, bei der zwei Fahrzeuge frontal zusammengefahren waren. Der Fahrer eines Unfallfahrzeuges wurde durch eine Einsatzkraft betreut, während die anderen Trupps den Einsatz des hydraulischen Rettungsgerätes vorbereiteten.

Selbstverständlich wurde die Einsatzstelle auch gegen einen eventuellen Brand abgesichert. Anschließend wurden die Scheiben des Fahrzeuges entfernt, bevor das hydraulische Rettungsgerät zum Einsatz kam.


Nachdem die Fahrertür und das Fahrzeugdach entfernt waren, konnte der Fahrzeugführer gerettet werden.

Mathias Mörke dankte dem vermeintlichen Unfallopfer, das erst kurzfristig von seiner Statistenrolle am diesem Tage erfuhr.

um Abschluss der Vorführung wurde den Besuchern noch gezeigt, wie schnell sich ein Fahrer- bzw. Beifahrerairbag im Ernstfall entfaltet. Bei einem durch die Firma Lörchner speziell hergerichteten Fahrzeug wurden die Front-Airbags ausgelöst.

Markttag September 2009

Die Bodenburger Feuerwehr nimmt im September am Markttag teil.

Die Freiwillige Feuerwehr hat im September am Bodenburger Markttag teilgenommen. Zu diesem Anlass stellte die Wehr das 2008 in den Dienst gestellte LF 10/6 den Besuchern vor. Die Kameraden der Wehr beantworteten die Fragen zur Feuerwehr, deren heutigen Aufgaben und zum Fahrzeug.

 

Im eigens aufgebauten Zelt erhielten die Besucher im vorderen Bereich Informationen zu Rauchmeldern und welchen Sicherheitswert diese für die eigene Wohnung darstellen. Hierzu wurde zu Veranschaulichung ein Videofilm gezeigt und Broschüren verteilt.

 

Im hinteren Zeltbereich stellte sich die Jugendfeuerwehr vor.

Der Ortsbrandmeister dankte allen Helfern, die von 9:00 Uhr bis 20:00 Uhr den Tag unterstützt haben.

Chronologie der Beschaffung des LF 10/6

Vorbereitung

Bereits im Jahr 2004 zeigten sich am alten LF 8 schwere Rostschäden. Eine TÜV-Abnahme war nur nach langem Werkstattaufenthalt und Ersatz von tragenden Teilen des Hilfsrahmens, auf dem der Geräteaufbau befestigt ist, möglich.

Aufgrund erneuter weiterer Schäden, unter anderem ölte der Motor sehr stark, wurde durch die Ortsfeuerwehr Bodenburg im Mai 2006 ein Antrag zur Beschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges beim Bürgermeister der Stadt Bad Salzdetfurth eingereicht. Aufgrund des allseits bekannten schlechten Zustandes des Fahrzeuges wurden im Haushalt 2007 dann auch sehr zur Freude der Kameradinnen und Kameraden ohne langwierige Verhandlungen die notwendigen Finanzmittel bereitgestellt.

Bereits im Herbst 2006 installierte die Ortsfeuerwehr Bodenburg einen „Technischen Ausschuss“ der die Anforderungen an das Fahrzeug definierte. Diverse Fahrzeuge bei anderen Feuerwehren wurden besichtigt und Fahrzeugvorführungen u.a. in Celle besucht. Relativ schnell stellte sich heraus, das der ursprüngliche Plan ein Fahrzeug mit weniger als 7,5 to. Zul. GG bei der gewünschten Beladung nicht realisierbar sein würde. Also wurde umgeplant und der Beladeplan für ein LF 10/6 auf einem Straßenfahrgestell erstellt. Nach Abstimmung mit dem Stadtbrandmeister wurde den Wünschen der Ortsfeuerwehr in vollem Umfang Rechnung getragen und der Beladeplan einvernehmlich abgesegnet.

 

Vorführfahrzeug der Firma Ziegler im April 2007

 

Ausschreibungsphase

Nunmehr schlossen sich im März und April 2007 Vorführungen der Hersteller Schlingmann/Mercedes Atego, Iveco Magirus/Iveco, Rosenbauer/MAN und Ziegler/Mercedes Atego an. Bei diesen Vorführungen wurden zusätzliche Erkenntnisse gesammelt und bei den beteiligten Kameraden stand sowohl das Fahrgestell und der gewünschte Aufbau einvernehmlich fest.

Nunmehr standen Gespräche mit den Vertretern der Hersteller an, um auszuloten welche Fahrzeugausstattung wir mit dem im Haushalt zur Verfügung stehenden Mitteln realisieren können. Schnell stellte sich heraus, dass für weitergehende Sonderausstattungen kein finanzieller Spielraum mehr vorhanden sein würde. So beschränkten wir die Ausschreibung auf die ursprünglich im „Technischen Ausschuss“ definierten Ausstattungen.

Dank der schnellen Arbeit der Stadtverwaltung konnte die Ausschreibung im Frühsommer 2007 den Herstellern zur Verfügung gestellt werden. Anschließend gingen in der Stadtverwaltung 3 Angebote ein. Als diese geöffnet und verglichen wurden, stellte sich heraus, dass das MAN-Fahrgestell mit einem Ziegler Aufbau das günstigste Gebot war.

 

Dies war sehr zum Gefallen der Feuerwehr Bodenburg, genau dieses Fahrzeugkonzept überzeugte aufgrund des Platzangebotes im Aufbau und des Fahrverhaltens bei den Vorführungen am meisten.

Insofern konnte nach Freigabe durch die politischen Gremien im Sommer 2007 der Auftrag an die Firma Ziegler vergeben werden, die als „Generalauftragnehmer“ sowohl für das Fahrgestell von MAN als auch für den Aufbau unser Ansprechpartner war.

 

Bauphase

Nunmehr begann eine lange Wartezeit, die erst im Dezember 2007 mit der Lieferung des Fahrgestells MAN TGL 8.180 an die Firma Ziegler unterbrochen wurde. So konnten bereits auf der Jahreshauptversammlung Anfang Januar 2008 die ersten Bilder des Fahrgestells gezeigt werden. Im Februar 2008 schloss sich dann die Feinarbeit an der Aufbauplanung an. Dank kompetenter Beratung durch die Konstrukteure konnten fast alle Wünsche an einen einsatztaktischen sinnvollen Aufbau und Lagerung der Gerätschaften realisiert werden.

Als Liefertermin wurde nunmehr der Juli 2008 angekündigt.

 

Ausgeliefertes Fahrgestell im Dezember 2007

 

Nach mehreren Terminverschiebungen konnten wir am 20. Juli 2008 nach Rendsburg aufbrechen, um den Ausbaufortschritt abzunehmen. Leider war der Bauszustand nicht so, wie abgesprochen. Dies wurde mit Erkrankungen von Mitarbeitern begründet. Nach einigen kritischen Gesprächen wurde uns dann die Auslieferung für den 20. August 2008 zugesagt.

Somit ging es dann voller Erwartung am 20. August mit einer Abordnung nach Rendsburg zu Ziegler um das Fahrzeug abzuholen. Nach intensiver Abnahme und Behebung einiger kleinerer Mängel ging es dann wieder auf den Rückweg.

 

Baustand bei Ziegler in Rendsburg am 20. Juli 2008

 

 

Abholung in Rendsburg am 20.08.2008 Werkstattaufenthalt Laatzen am 20.08.2008

 

 

Überführung

Ein Großteil der Feuerwehr wartete mit einer kleinen Spontanparty am Feuerwehrhaus auf das lang ersehnte gute Stück. Umso erstaunter waren sie, als wir gegen 19.30 Uhr darum baten uns aus Laatzen abzuholen. Was war passiert ? Auf der Überführungsfahrt erlitt das Fahrzeug einen Kupplungsschaden und wir schafften es gerade noch in die MAN-Werkstatt in Laatzen. So mussten die Bodenburger noch einmal 24 Stunden warten, bis wir das Fahrzeug den Rest der Strecke überführen konnten und in das heimatliche Feuerwehrhaus fuhren. Dank großer Beteiligung wurden am selben Abend die Gerätschaften, die bereits bereit lagen auf das Fahrzeug verlastet und um 22.00 Uhr am 20. August 2008 wurde das Fahrzeug bei der FEL Hildesheim einsatzbereit gemeldet.

Die offizielle Übergabe des Fahrzeuges durch den Bürgermeister der Stadt und den Stadtbrandmeister an die Ortsfeuerwehr erfolgte dann am 05.09.2008 im Rahmen einer entsprechenden Festveranstaltung.

 

Empfang am FW-Haus 21.08.2008 Abholung an der A7 mit allen Fahrzeugen

 

Offizielle Übergabe am 05.09.2008 StadtBM, OrtsBM und EhrenStadtBM

 

 

 

OrtsBM bei seiner Rede Bürgermeister Schaper

 

 

Fahrzeugdaten

Mit diesem Fahrzeug sind nun alle notwendigen Geräte für den Ersteinsatz auf einem Fahrzeug zusammengefasst und die Ausrückeordnung konnte entsprechend modifiziert werden.

 

Fahrgestell

– MAN TGL 8.180

– 180 PS

– 6-Gang Schaltgetriebe

– zul. GG 8.800 kg

 

Neben der Normbeladung für ein LF 10/6 hat dieses Fahrzeug folgende Sonderbeladung:

– Pneumatischen Lichtmast mit 2x1000W

– Stromaggregat 5Kva mit Beleuchtungssatz 2x1000W

– Hilfeleistungssatz mit Lukas LSP 40 und LS 301

– Rüstholzer und Unterbaublöcke

– Schaumpistole für Schnellangriff

– 50m formfester Schnellangriff mit elektrischer Aufwicklung

– Motorkettensäge mit Zubehör

– Säbelsäge

– Elektrischer Trennschleifer

– 1 Aluwerkzeugkasten „Handwerkzeug“

– 1 Aluwerkzeugkasten „Verkehrsunfall“

– 1 Alukasten mit Verbrauchsmaterialien

– Gerätschaften und Ölbindemittel für Ölspuren

– Tragkraftspritze TS 8/8

– Zusätzlichen Schnellangriffsverteiler und Druckbegrenzungsventil

 

Als besondere Ausstattung des Fahrzeuges sind zu nennen:

– Differentialsperre an der Hinterachse

– Umfeldbeleuchtung

– Grüne Beleuchtung im Mannschaftsraum

– Martin-Hornanlage und Frontblitzer

– Blaulichtanlage in Blitzausführung

– Dachkasten

– Drehbare Gerätewand im Aufbau

– 2 Pressluftatmer im Mannschaftsraum

 

 

Fazit

Alles in allem ist dies Fahrzeug mit seiner Ausstattung und dem Aufbau genau nach unseren Vorstellungen und für unser Einsatzspektrum ein optimales Fahrzeug. Wenngleich uns natürlich auch die Finanzmittel einen natürlichen Rahmen gesteckt haben. So dass ein größeres Fahrgestell bzw. ein größeres Tankvolumen nicht möglich war.

Bisher sind wir mit dem Fahrzeug sehr zufrieden.

Drei Generationen Löschgruppen-fahrzeug in Bodenburg:

 

Links – Opel Blitz LF 8 Bachert

(1959-1984)

Mitte – MAN LF 10/6 Ziegler

(ab 2008)

Rechts – Mercedes LF 8
Schlingmann (1984-2008)

Kameradschaftsabend 2009

Der Einladung zum Kameradschaftsabend sind auch im Jahre 2009 wieder zahlreiche aktive und fördernde Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bodenburg gefolgt. Diese jährliche Veranstaltung soll die Bindung zwischen aktiven Kameraden / innen und der fördernden Mitgliedern unterstreichen und zu Gesprächen über die geleistete Arbeit der Wehr anregen.
Ortsbrandmeister Mathias Mörke begrüßte die zahlreichen Gäste und bedanke sich beim neu formierten Festausschuss für die geleistete Organisationsarbeit, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchgeführt werden kann.
Wie auch schon in den letzten Jahren wurde auf eine gemeinsame Wanderung verzichtet. Zur kulinarischen Gaumenfreude gab es in diesem Jahr frisch gegrilltes mit Beilagen und die dazugehörigen Getränke. Schnell entstand am Grill eine Warteschlange, doch die erfahrenden Kameraden am Grill waren auf den Ansturm gut vorbereitet und konnten somit die Wartezeit mit vielen Schweißperlen gering halten.

Im Verlauf des Abends wurden viele Gespräche um und über die Feuerwehr geführt, wobei die Kameradschaft auch nicht zu kurz kam.

Am späten Abend wurde dann auch noch das Tanzbein bei ausgelassener Stimmung geschwungen, bevor die Verantwortlichen das Feuerwehrhaus nach einer Grobreinigung abschließen konnten.

Einsatzbericht Brandeinsatz 16.08.2009

Am Sonntag den 16.08.2009 entdecken aufmerksame Spaziergänger im Waldgebiet der Ohe zwischen Bodenburg und Wehrstedt ein nur unvollständig gelöschtes Lagerfeuer. Das Lagerfeuer am Waldrand stammte wohl vom Vortag und war durch den Wind wieder entfacht wurden.

Um 17.43 Uhr wurde die Feuerwehr Bodenburg zu dieser Brandstelle alarmiert. Es waren 23 Kameradinnen und Kameraden und die Fahrzeuge LF 10/6, TLF 8(W) und der ELW 1 im Einsatz.

 

Die Schadensstelle ist erreicht !

 

Durch eine zunächst unklare Ortsangabe suchte die Feuerwehr die Brandstelle am Waldrand Richtung Upstedt, erst eine telefonische Nachfrage beim Meldenden konnte Klarheit über die genaue Schadensstelle geben.

 

Mit Rund 1000 Liter Wasser wurde das Feuer gelöscht. Nicht auszudenken welcher Schaden entstanden wäre, wenn der Wind das Feuer in den Wald getrieben hätte.

Auf die Gefährlichkeit von offenem Feuer im Wald darf an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich hingewiesen werden.

 

Löscharbeiten !

 

Im Einsatz waren: FF Bodenburg LF 10/6 Stärke 1/7

TLF 8 (W) Stärke 1/2

ELW 1 Stärke 1/3

Wache Stärke 0/8