Löschzwerge beim THW

„Gibt es noch Kinder in Bodenburg oder sind jetzt alle hierbei uns?“, fragt ein Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks überrascht als er uns begrüßt.

24 Löschzwerge stehen auf dem THW-Gelände in Hildesheim, um dieses zu besichtigen. In Gruppen aufgeteilt sehen wir uns staunend die vielen Fahrzeuge an und lassen uns zeigen, was alles darin verstaut ist. Einiges kennen wir schon von unseren Feuerwehrfahrzeugen und vieles ist uns neu. Nachdem unsere Fragen geduldig und ausführlich beantwortet wurden, bedanken wir uns bei den Helfern des THW.
Zum Schluss stellen wir noch fest: Wir haben viel gemeinsam. Wir, die ehrenamtlichen Helfer des THW und der Freiwilligen Feuerwehr.

Neue Helme sind eingetroffen

Ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung eines Feuerwehrmannes/einer Feuerwehrfrau ist der Helm.
Grundsätzlich ist anhand von Gesetzen und Verordnungen genau geregelt, mit welcher Schutzausrüstung Feuerwehren auszurüsten sind.
Zuständig für die Beschaffung und Einhaltung der Rahmenbedingungen ist hier der kommunale Träger, die Stadt Bad Salzdetfurth.
Da sich die Anforderungen und technischen Möglichkeiten laufend ändern, kam es vor einiger Zeit dazu, dass unsere alten Helme nach über 30 Jahren für untauglich erklärt wurden. Es gab neue Erkenntnisse darüber, dass vor allem bei thermischer Belastung Probleme auftreten, die neuartige Helme besser verkraften können.

Umso mehr freut es uns, dass Rat und Verwaltung die Neubeschaffung geeigneter Helme veranlasst und durchgeführt haben. In der vergangenen Woche konnten wir bereits die erste Charge des Modells „Rosenbauer Heros Smart“ in Empfang nehmen.

Die neuen Helme sind neben den grundsätzlichen Schutzeigenschaften mit einer Schutzbrille, einem Schutzvisier und einer Stirnlampe ausgerüstet.
Wir sind stolz auf dieser Verbesserung zu Gunsten unser Sicherheit und freuen uns auf die ersten Erfahrungen damit!

Auslaufende Betriebsstoffe auf L490

Am gestrigen Freitag wurden wir um 10:08 Uhr in Folge eines Verkehrsunfalls auf die L490 alarmiert.
Im Bereich der neu ausgebauten Kurve unterhalb des Baugebietes „Johanni“ war ein PKW in den Gegenverkehr geraten. Das Fahrzeug wurde schwer beschädigt, Teile der Vorderachse wurden abgetrennt, außerdem liefen Betriebsstoffe aus.
Nachdem der Rettungsdienst die beteiligten Personen in Betreuung genommen hat, kümmerten wir uns um das auslaufende Öl und sicherten die Einsatzstelle.

Trotz der Anwesenheit der Polizei lies sich eine Verkehrsteilnehmerin zunächst von der Sperrung der Straße nicht beeindrucken. Aufgrund wichtiger Termine müsse sie die Straße passieren. Nach einem kurzen Beratungsgespräch, lies sie sich von Ihrem Plan abbringen.
So bitte nicht – die Sperrung von Einsatzstellen dient unserer Sicherheit! Danke für Euer Verständnis!

Bodenburg wird zum Schauplatz überörtlicher Einheiten

Das Feuerwehrhaus Bodenburg und das umliegende Areal der Jahnstraße wird heute im Rahmen einer Großübung in der Gemeinde Lamspringe als Bereitstellungsplatz genutzt.
Der Platz wird betrieben durch die Führungsgruppe der Kreisfeuerwehrbereitschaft 3 des Landkreises Hildesheim.

Schon um 05:30 Uhr begannen die ersten Vorbereitungen. Nach 8 Uhr erreichten die Bereitschaften aus der Region Hannover und Northeim den Platz, um sich zu verpflegen, sanitäre Anlagen aufzusuchen und die Einsatzbereitschaft herzustellen.

Im Laufe des Tages werden drei weitere Bereitschaften den Platz anfahren und von hier aus zu verschiedenen Übungslagen ausrücken.

Einsatz: Gartenlaube in Vollbrand

Am 17.08.18 war um 04:06 Uhr die Nachtruhe vorzeitig beendet. Alarmiert wurde per Meldeempfänger und Sirene zum Brand einer Gartenlaube in einer Kolonie im Maiental. Zum Einsatz kamen die Ortswehren Bad Salzdetfurth, Bodenburg und Wehrstedt.

Die Gartenlaube stand beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits im Vollbrand.
Nach intensivem Löschwassereinsatz konnte nach gut drei Stunden „Feuer aus“ gemeldet werden. Aufgrund der knappen Löschwasserversorgung kamen einmal wieder Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr zum Einsatz. Weiterhin wurde die weitläufige Einsatzstelle komplett ausgeleuchtet, da die Brandstellen von der Straße aus nur fußläufig zu erreichen war.

Feuerwehr fit für Flächenbrände

Der erste Wehrdienst der zweiten Jahreshälfte stand im Zeichen der sogenannten Flächen- und Vegetationsbrände.
Die Hitzeperiode mit der eingehenden Dürre und Brandgefahr auf Äckern, Wiesen und Feldern stellt die Feuerwehren verstärkt vor Herausforderungen.

Dies nahmen wir zum Anlass, um dieses Einsatzstichwort gesondert zu „trainieren“.
Auf einem Stoppelfeld wurden mehrere Brandstellen markiert und unter Anleitung des Ausbilders Carsten Hallmann effektiv und sicher abgelöscht. Taktisches Vorgehen bei höchstem Eigenschutz mit begrenztem Löschwasserangebot stand dabei im Fokus.

Kameradschaftsabend / Küche eingeweiht

Am Freitag hat die Bodenburger Wehr ihren traditionellen Kameradschaftsabend durchgeführt. Bei leckerem Essen und kühlen Getränken wurden intensive Gespräche geführt, Erfahrungen ausgetauscht und so die Kameradschaft gepflegt. Als kulinarisches Highlight stand ein Gyrosspieß bereit.
Die Veranstaltung besiegelt wie immer den Start in die zweite Jahreshälfte des Übungsbetriebes nach der Sommerpause. Ortsbrandmeister Jens Steinwedel begrüßte die 42 Teilnehmer persönlich und wünschte einen geselligen Abend.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Einweihung der neuen Küche des Feuerwehrhauses, welche durch den Förderverein finanziert und teils in Eigenleistung renoviert wurde. Das Ergebnis begeistert, immerhin stellt die Küche einen wichtigen Mittelpunkt für das gemeinsame Essen nach Übungsdiensten oder schweren Einsätzen dar.

Einsatz TLF: Dachstuhlbrand Lamspringe

Am 02.08.2018 wurde zunächst unser ELW zu einem Dachstuhlbrand nach Lamspringe alarmiert. Das oberste Geschoss und das Dach des Wohnhauses standen im Vollbrand – Augenzeugen sprachen von einem explosionsartigen Knall. Nach Absprache über Funk sind wir dann aufgrund der Lage mit dem TLF, statt mit dem ELW zur Einsatzstelle ausgerückt.

Außerdem waren sämtliche Wehren der Gemeinde Lamspringe und die Ortsfeuerwehr Bad Salzdetfurth im Einsatz, die Gesamtstärke betrug 94 Kräfte bei 11 eigesetzten Trupps unter Atemschutz.
Wir nutzten den Tank unseres Fahrzeuges, um die Drehleiter aus Bad Salzdetfurth zu speisen. Aufgrund der Vielzahl der eingesetzten Rohre reichte sonst die Wassermenge über die Hydranten nicht aus, um den Bedarf zu decken.

ELW-Einsatz auf der Mülldeponie / Waldbrandgefahr!

Heute um 08:28 Uhr erhielten wir eine Alarmierung für den ELW zur ausgelösten Brandmeldeanlage auf der Mülldeponie in Heinde. Aufgrund eines Brandes in der Sperrmüll-Halle wurden zwei Züge alarmiert, dies ruft automatisch die Örtliche Einsatzleitung auf den Plan (ELW Bad Salzdetfurth + Bodenburg). Nach kurzer Zeit war der Brand unter Kontrolle, die Ausbreitung auf das Gelände konnte verhindert werden.
Nach etwa einer Stunde konnten die ersten Kräfte wieder einrücken, die Nachlöscharbeiten dauerten zu diesem Zeitpunkt noch an.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen und auf die aktuell sehr hohe Waldbrandgefahr aufmerksam machen! Dies gilt natürlich auch für Wiesen, Grünstreifen und den heimischen Garten. Bitte geht kein Risiko ein – Zigarettenkippen, Glas, heiße Katalysatoren euer Autos, offenes Feuer u.s.w. stellen eine enorme Gefahr dar.
Die Trockenheit dauert an, die Feuerwehren im Landkreis sind andauernd im Einsatz, auch der Feuerwehr-Flugdienst Niedersachsen ist seit Mittwoch in der Luft, um Brände schneller erkennen und bekämpfen zu können.

Erster Zug übt den Ernstfall

Der erste Zug (Feuerwehren Bodenburg, Breinum, Östrum) haben am 15.06.2018 eine realistische Einsatzübung abgearbeitet.

Das Szenario:
In der Hausmeisterwohnung des Bullenstalls (Kunstgebäude auf dem Schlosshof in Bodenburg) haben Kinder am Backhofen hantiert, um sich eine Pizza zu backen. Die Mutter bemerkte den Schabernack zu spät und es kam durch Fehlbediehnung zu einer starken Rauchentwicklung im Bereich der Küche. Durch Panik und schlechte Sicht gelingt es den vier Personen nicht mehr die Wohnung selbstständig zu verlassen. Die alarmierten Kräfte finden also eine verrauchte Wohnung, drei bewusstlose Kinder und eine Mutter im Schockzustand vor.

Der eingesetzte Zug traf wenige Minuten nach der Alarmierung durch den Übungsleiter Christoph Schnelle an der Einsatzstelle ein. Der Einsatzleiter Jens Steinwedel veranlasste durch die ersteintreffenden Kräfte des LF 10/6 sofort eine Menschenrettung unter Atemschutz. Im Verlauf der Rettung kam es im rückwärtigen Bereich des Übungsobjektes zu einer Rauchgasdurchzündung, wodurch eine umfassende Brandbekämpfung und Abriegelung der Nachbargebäude notwendig wurde.
Besonders die Atemschutzgeräteträger aller drei Wehren kamen hier auf ihre Kosten, die kräftezehrenden Aufgaben verlangten ihnen sichtlich Schweiß und Kraftreserven ab.

Letztendlich konnten alle Personen ins Freie gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Die Brandstellen wurden gelöscht und das Gebäude gelüftet.

Das Übungsziel wurde errreicht, die Organisatoren Christoph Schnelle und Carsten Hallmann bedankten sich bei allen Teilnehmern für ihr hohes Engagement und bescheinigten einen guten Ausbildungsstand. Die fixierten Erkenntnisse aus der Übung werden die Führungkräfte als Anregungen für die laufende Ausbildung aufnehmen.